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Der "Gasthof Thürmsdorf" PDF Drucken E-Mail
Saturday, 14. June 2008

Wir möchten mit diesem Artikel der Antifaschistischen Aktion Pirna darauf hinweisen, dass es mit dem "Gasthof Thürmsdorf" ein Objekt gibt, welches die NPD in der Sächsischen Schweiz seit mindestens 2006 regelmäßig und problemlos nutzen kann.

Hier geht's zum Artikel auf der Webseite der A2P: Nachtrag: Eine Hand wäscht die Andere

Am 19. April kam es in Thürmsdorf, einem Ortsteil von Struppen, zum Treffen des NPD-Kreisverbandes Sächsische Schweiz. Es wurden 33 KandidatInnen für die Liste zu den Kreistagswahlen im Juni 2008 aufgestellt. Zudem wurde der Historiker Olaf Rose, parlamentarischer Berater der sächsichen Landtagsfraktion und Macher des geschichtsrevisionistischen Films "Geheimakte Hess", zum Landratskandidaten der NPD gewählt. Die Veranstaltung der Nazis fand wieder einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, selbst der Presse wurde der Zutritt verwehrt. Warum eine achso demokratische Partei in der Wahlkampfzeit die Öffentlichkeit so scheut, darüber lässt sich spekulieren...
Aber dies war nicht das erste Mal, dass Thürmsdorf in die Öffentlichkeit geriet, weil im örtlichen "Gasthof Thürmsdorf" Veranstaltungen von und für Nazis abgehalten wurden. Mehr noch kann festgestellt werden, dass es mittlerweile beliebte Räumlichkeiten geworden sind für die NPD und ihre Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN), da sie sich dort fast schon regelmäßig zusammen finden. Denn bei Familie Heinze scheinen sie jederzeit willkommen zu sein mit ihrer revisionistischen, rassistischen und antisemitischen Hetze. Im Gegensatz zu öffentlichen Einrichtungen, aus denen die Nazis zum Teil rausgeklagt werden oder bei anderen BetreiberInnen, die sich auch manchmal weigern, ihnen geeignete Lokalitäten zur Verfügung zu stellen. Ob es sich dabei immer gleich um antifaschistisches Engagement handelt, ist fraglich. Viel mehr wird oftmals die Befürchtung einen Rufschaden erleiden zu können, den primären Handlungsgrund darstellen.
Jedoch scheint es in der Sächsischen Schweiz weniger problematisch zu sein, wenn in dem Gasthof von Thürmsdorf mehrere Dutzend Nazis regelmäßig aufschlagen. In dieser Gegend finden sie ein ruhiges Rückzugsgebiet, in dem sie nur selten auf antifaschistischen Widerstand treffen. Von Bürgerlichem kann gar nicht erst die Rede sein, denn die NPD kann in Struppen hohe Stimmenanteile bei Wahlen erringen. Dadurch bietet sich die Region für die Partei eben an, um dort verschiedenste Aktivitäten zu unternehmen. So das Sommer- und Winterthing 2006 der JN-Sächsische Schweiz mit jeweils 100 Nazis oder der Antrittsbesuch des neuen JN-Bundesvorsitzenden Michael Schäfer am 21. Oktober 2007 mit ca. 50 teilnehmenden Nazis, aber auch Heldengedenken und JN-Seminare, wie zum Beispiel eine Rechtsberatung wurden schon im "Gasthof Thürmsdorf" durchgeführt.
Aufgrund der Fülle der Veranstaltungen, die bereits im "Gasthof Thürmsdorf" stattfanden, kann davon ausgegangen werden, dass Familie Heinze es unterstützt, dass bei ihnen Nazis ihre revisionistische Hetze propagieren. Familie Heinze symphatisiert somit nicht nur mit ihrer menschenverachtenden Ideologie, sondern auch mit dem daraus folgenden Handeln. Die jüngsten Brandanschläge in Sachsen zeigen die neue Brutalität, welche aus dem wachsendem Selbstbewusstein der Nazis hervorgeht. Dieses Selbstbewusstsein kann nur dann anwachsen, wenn Nazis -wie hier- Unterstützung aus der (vermeintlichen) Bürgerschicht erfahren, die Bevölkerung vor Ort durch Ignoranz glänzt und wenn sich die antifaschistischen Kräfte wie gelähmt verhalten. Für uns bedeutet das: .

Kein ruhiges Hinterland - Nazibauten einreißen! Neues Selbstbewusstsein der Nazis zerschlagen!

Quelle: Antifaschistische Aktion Pirna, http://a2p.antifa.net/blog/Article8.html
 
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