| 13. Februar - Ein kleines Resümée |
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| Thursday, 14. February 2008 | |
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1000 Nazis in der Innenstadt, 400 Leute auf der Antifakundgebung, Polizei und Stadt Dresden tun erneut alles, um antifaschistischen Protest zu verhindern. Dieser 13. Februar geht für alle Aktivist_innen, die gegen den Nazifackelmarsch demonstrieren wollten, nur bedingt befriedigend zu Ende. Anwesend waren neben den üblichen Parteivertreter_innen Ronny Thomas, Sven Hagendorf sowie die komplette NPD-Fraktion. Etwas ungewöhnlich war die Abwesenheit des Fraktionsvorsitzenden Holger Apfel und Ex-Pressesprechers Holger Szymanski. Eine gut besuchte Kundgebung mit mehr als 400 Teilnehmer_innen in der Innenstadt am Nachmittag bildete die Ausgangsbedingung für antifaschistischen Protest gegen den Fackelmarsch der Nazis. Leider konnte letzterer ohne größere Probleme stattfinden, da die Polizei und die Stadt alles dafür taten, dass der Marsch ungestört durch die Stadt laufen konnte. Insgesamt demonstrierten 1000 Neonazis durch die Dresdner Innenstadt ausgehend vom Landtag über den Postplatz über die Wallstraße, vorbei an der Altmarktgalerie mit dem Ziel Rathaus, wo sich die bei Geschichtsrevionist_innen sehr beliebte "Trümmerfrau" befindet. Zeitlich passierte alles zwischen 19 und 23 Uhr. Den Lautsprecherwagen fuhr der mittlerweile scheinbar vom Alkohol etwas angefressene Sven Hagendorf. Als Beifahrer wurde ihm der verurteilte Rechtsterrorist Peter Naumann ins Auto gesetzt. Am Rathaus wurde im Vorfeld eine Kundgebung der Grünen verboten, um sicherzustellen, dass auch hier die Abschlusskundgebung der Nazidemo, die größtenteils von "Freien Kräften" besucht wurde, ohne Widrigkeiten von Statten gehen konnte. Anschließend verstreuten sich unzählige Gruppen von Nazis in der Stadt, es gab den Versuch seitens dieser zur Synagoge zu gehen, was allerdings verhindert werden konnte. Bis 24 Uhr verzogen sich alle Teilnehmenden der Nazidemo aus der Innenstadt in Richtung der heißgeliebten Heimat. Die Ausnahme bildeten geschätzte 150 Neonazis, deren Bus zerstört wurde, weshalb sie sich in den bekannten Dresdner Naziclub auf der Oskar-Röder-Straße (Reick) begaben, anstatt nach Brandenburg zu fahren. Das städtische Gedenken fand störungslos an diversen Orten der Dresdner Innenstadt statt, an der Frauenkirche fanden sich beispielsweise 500 Menschen ein, die andächtigen Heultiraden über die armen deutschen Opfer lauschten. Zusammengefasst verunmöglichte die Stadt Dresden erneut antifaschistischen Protest, um den Nazis ihre Andacht an die laut Eigenaussage "Opfer des alliierten Bombenholocausts" in perfekter Innenstadtlage zu ermöglichen. Dies wird auch am 16. Februar versucht werden (unter anderem durch Verlegung der Antifademonstration an einen unmöglichen Ort ohne Bezug zur thematischen Ausrichtung der Demo). Allerdings verliefen die beiden Kundgebungen der Antifa erfolgreich mit kreativen Aktionen und guten Teilnehmer_innenzahlen. Daher rufen wir alle Antifaschist_innen zur Teilnahme an allen Gegenaktivitäten zum größten Naziaufmarsches der BRD am 16. Februar 2008 auf. |
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