Pressemitteilungen zum DS Pressefest 2006 PDF Drucken E-Mail
Friday, 19. October 2007


 

PM, 03. August 2006

Pressemitteilung der Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis - Der NPD denBoden entziehen“

Sächsische Unternehmen unterstützen die NPD

Beim Pressefest der „Deutschen Stimme“ am 05.08.2006 in Dresden-Pappritz wird nicht nur die NPD mit den Eintrittsgeldern tausender Neonazis aus ganz Europa ihre finanzielle Situation erheblich verbessern. Eine Reihe sächsischer Unternehmen gewährleistet mit ihrer Unterstützung, dass das Pressefest für die NPD überhaupt erst möglich wird.

Die Firmen K&K Getränkefachgroßhandel Krille OHG aus 01619 Kreinitz und der KAWESO Getränkehandel Karl Wetzke & Sohn aus Kleinwelka/Bautzen wurden beauftragt Getränke für bis zu 15.000 Besucher_innen bereit zu stellen und ihre Zelte in Pappritz aufzubauen. Der WC- Mietservice Dohna stellt die Toiletten.

Die Pressesprecherin der Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis - Der NPD den Boden entziehen“, Jelena Schneider, sagte dazu: „Diese und andere Unternehmen sind dafür verantwortlich dass es der neonazistischen NPD gelingt ihre rassistische, antisemitische Ideologie zu verbreiten und Teile Dresdens zu einer „No-go-area“ für Menschen mit dunkler Hautfarbe zu verwandeln. Ohne deren Dienstleistungen wäre es der NPD nicht möglich das Pressefest zu veranstalten.“

Dass es durchaus auch anders geht haben sächsische Unternehmer und Einzelpersonen gezeigt, indem sie die Anfragen der NPD couragiert abgelehnt haben.

Die Kampagne „Der NPD den Boden entziehen – Keine Geschäfte mit Neonazis“ wird am 05.08. gegen das „Deutsche Stimme“ – Pressefest demonstrieren. Die Demonstration „Die Deutsche Stimme verstummen lassen“ beginnt um 12.30 Uhr auf der Bautzner Str./ Haltestelle Plattleite und endet am Bürger_innenfest.

 


Wir möchten die Presse darum bitten sich am Lautsprecherwagen für die
Aufnahme von Fernseh- und Fotomaterial akkreditieren zu lassen.

Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis – der NPD den Boden entziehen“

 

PM, 2. August 2006

Polizei und Ordnungsamt unterschätzen NPD-Pressefest am 5.8.
Pappritzer BürgerInnen extrem verunsichert


Bislang hieß es in der Presseöffentlichkeit, 4.000 Nazis werden zum Pressefest in Pappritz erwartet. Diese Zahl stammte von der NPD selbst. Ein Vertreter des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) bestätigte am Dienstag jedoch die Zahlen, die von unserer Kampagne schon im ersten offenen Brief genannt wurden: Es wird von 7.000 bis 8.000 Nazis ausgegangen.

Die Polizei ist offenbar nicht in der Lage, die Dimension der Gefährdung durch diese große Masse von Nazis richtig einzuschätzen.
Im Koordinationsgespräch des Ordnungsamtes mit unserer Kampagne bezüglich der antifaschistischen Demonstration am 5.8. gegen das Pressefest, äußerte ein Vertreter der Polizei, dass die Nazibusse direkt neben der Demonstration auf der Bautzner Strasse vorbeifahren könnten. Die Polizei sehe sich nicht in der Lage, die Nazibusse von anderen zu unterscheiden.

Die Vorstellung einer von der Polizei völlig unabgesicherten An- und Abreise der Nazis ist beängstigend. Schon wenige Nazibusse mit Insassen würden in der Dresdner Neustadt eine extreme Bedrohungssituation erzeugen. Insgesamt ist mit über hundert Nazibussen zu rechnen.
Auch die Ordnungsbehörde ignoriert die Gefährdungslage. Bei der Veranstaltung mit dem LfV am Dienstag im „Pappritzer Hof“ war die Vertreterin des Ordnungsamtes nicht in der Lage, angemessen auf die Frage einer Pappritzerin nach der Sicherheit ihrer Gäste mit nicht-weißer Hautfarbe zu reagieren. „Wir fühlen uns mit unseren Problemen mit dem Pressefest von der Stadt und der Polizei völlig allein gelassen und sind extrem verunsichert deswegen.“ fasste eine Bürgerin das Befinden der PappritzerInnen zusammen.
Auch wenn Stadt und Polizei offenbar nicht willens sind, alle Vorsorgemaßnahmen zu treffen, werden wir als AntifaschistInnen vorbereitet sein.

Die Pappritzer BürgerInnen haben Recht: Die Stadt hätte bezüglich der Auflagen für die Naziveranstaltung sehr viel mehr machen können. Angesprochen wurden die Probleme mit Parkplätzen, Waldbrandgefahr, Rettungswegen, Umweltschäden, Hygiene und vieles mehr.

„Wir hoffen, dass es am Tag des Pressefestes kein böses Erwachen bei Stadt und Polizei gibt“, so Jelena Schneider, Pressesprecherin der Kampagne.


Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis – der NPD den Boden entziehen“

 

PM, 30. Juli 2006

Veranstaltungsagentur „My-Way-Management“ aus Riesa wegen anhaltender
NPD-Unterstützung von AntifaschistInnen geoutet.


Am Sonntag den 30.07.06 informierten ca. 15 AntifaschistInnen am frühen Morgen die AnwohnerInnen und Anwohner der John-Schehr-Straße 6 in Riesa über die Geschäftsgebaren ihres Nachbarn Herrn Hans-Jürgen Sasse als Inhaber der Veranstaltungsagentur „My-Way-Management“. Durch Flugblätter in den Briefkästen und eine Rede wurde auf die Bedeutung der Firma bei der Ausrichtung von Veranstaltungen der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) hingewiesen.

So hatte die Firma, die auch viele bekannte Unternehmen zu ihren Referenzen zählt, unter anderem im September 2005 das Veranstaltungsmanagement für den NPD-Wahlkongress in Mehlteuer inne. In diesem Jahr standen ihre Bühnen auch beim „NPD-Bayerntag“ und auf der
bundesweiten Demonstration der NPD zum 1.Mai in Rostock.

Vieles spricht dafür, dass die Risaer Firma derzeit das „Deutsche Stimme Pressefest“ der NPD am 5.August in Dresden-Pappritz vorbereitet. Zu dem derzeit größten deutschen Treffen von Alt- und Neonazis werden ca. 7000 Nazis erwartet. Darunter Personen wie Herbert Schweiger, der bereits im Nationalsozialismus als SS-Untersturmführer der „1. SS-Panzer-Division
Leibstandarte-SS Adolf Hitler“ diente.

Die Sprecherin der Gruppe, Anneliese Klein, bemerkte: „Nun sind die Geschäftskunden der Firma „My-Way-Management“ gefragt. Es ist an ihnen Herr Sasse die Meinung zu sagen oder ihre Zusammenarbeit mit der Firma gänzlich einzustellen. Die Unterstützung von Neonazis kann nicht
geduldet werden.“

Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis – der NPD den Boden entziehen“

 

PM, 23. Juli 2006

Antifaschistischer Besuch in Dresden-Pappritz vor Deutsche Stimme Pressefest

Am frühen Morgen des 23.07. statteten 20 AntifaschistInnen dem NPD-Vermieter Wolfgang Jürgens vor dessen Wohnhaus in Dresden-Pappritz einen Besuch ab.

Auf mitgeführten Transparenten und Papierfliegern wurde Jürgens' Zusammenarbeit mit der NPD im Rahmen der Organisation des diesjährigen Deutsche Stimme Pressefest kritisiert. Dank der Bereitstellung seines umfangreichen Grundstücks soll das größte europäische Nazifest mit bis zu 7.000 BesucherInnen nach Planungen der NPD am 5. August in Dresden stattfinden.

Durch den heutigen Besuch in seinem Vorgarten brachten die AntifaschistInnen unmißverständlich ihre Position gegenüber dem NPD-Fest und ihrem Vermieter zum Ausdruck. Dazu die Sprecherin der Gruppe Anneliese Klein: "Wer der NPD Immobilien zur Verfügung stellt und so die Infrastruktur der Naziszene nachhaltig stärkt, muss mit unserem entschlossenen Widerstand rechnen. Wolfgang Jürgens, der offen mit der NPD sympathisiert, ist nur ein Beispiel für viele, die keinerlei Berührungsängste mit Nazis und RassistInnen haben."

Der durch Sirenengehäul und ein Pfeifkonzert geweckte Jürgens zeigte sich weniger kommunikativ. Mittels einer Schreckschusswaffe schoss er mehrmals gezielt in Richtung der AntifaschistInnen, ohne jedoch jemanden zu verletzen.


Kampagne „Keine Geschäfte mit Nazis – der NPD den Boden entziehen“  

 

PM, 18. Juli 2006

Völkisches Großevent mit Gewinn für die europäische Naziszene

Mit den Szenarien der bisherigen "Deutsche Stimme-Pressefeste" kann auch in Dresden Pappritz am 5. August gerechnet werden.

Am 7. August 2004 trafen sich über 7.000 Jung- und Altnazis bei der als Nazi-Location bekannten Diskothek "Wodan" im ostsächsischen Mücka. Anlass war das seit 2001 stattfindende "Deutsche Stimme-Pressefest".
Das vor dem Hintergrund der neonazistischen Ideologie des Neuheidentums nach der germanischen Gottheit "Wodan" benannte Etablissement musste nach der Schaffung antifaschistischer Gegenöffentlichkeit geschlossen werden. Davor war Mücka zum Zentrum für Nazirock-Konzerte geworden, zuletzt legalisiert durch die NPD.

Aus den zwei "Pressefesten" der letzten drei Jahre:

Im Jahr 2003 beim "Pressefest" in Meerane wurde ein Spiegel-TV-Kameramann von Teilnehmenden angegriffen und dabei schwer verletzt. Der NPD-Vorsitzende Voigt forderte die Zuhörenden im Bezug auf das Holocaustmahnmal in Berlin auf: "Treffen wir uns alle zur gleichen Zeit am Brandenburger Tor in Berlin - bewaffnet mit Spitzhacke und Schaufel - und
reißen das Schandmal ab!"

Im Sommer 2004 beim "Pressefest", konnte ganz Mücka nur noch als "national befreite Zone" bezeichnet werden. Kader inzwischen verbotener militanter Organisationen wie der "Wiking Jugend" und der "Nationalistischen Front" halfen der NPD bei der Durchführung. Journalist_innen und Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passten, mussten Angst um ihre Sicherheit
und ihr Leben haben.
Gruppierungen wie die verbotenen kriminellen Vereinigungen "Landser" und "Blood&Honour Deutschland" wurden gefeiert, "Hitlergrüße" gezeigt, tätowierte Hakenkreuze präsentiert oder antisemitische Beleidigungen gegen Michel Friedman gerichtet. Daher spottet es jeder Beschreibung, wenn die Sächsische Zeitung vom 4.7. schreibt, das Pressefest "verlief weitgehend störungsfrei".

Das Fest wurde gezielt zur Propagierung von Nazi-Ideologie genutzt, so stellten in einem Großzelt am Rande des Geländes diverse nazistische Gruppen (vom "Nationalen Bündnis Dresden" über die "Deutsche Militärzeitung" bis hin zum "Club 88") ihre Pamphlete aus. Es wurden verschiedene Vorträge gehalten, wie der des Kriegsfreiwilligen der Waffen-SS und Buchautoren Herbert Schweiger, der über seine Erlebnisse in der NS-Zeit referierte. Außerdem lobte der russische Neonazi Alexander Kamkin den "Befreiungskampf" der Deutschen.
Auch Bücher wurden vorgestellt: die Themenspannweite reichte von geschichtsrevisionistischen Wehrmachtshuldigungen über antiamerikanische Verschwörungstheorien bis hin zur antisemitischen Hetzschrift.

Mit der Versorgung der Besuchenden mit allerlei Dingen, die das Naziherz begehrt, wird die finanzielle Situation der Deutschen Stimme und der NPD verbessert.
Damit hat die Partei eine größere finanzielle Liquidität, um sich zum Beispiel das Gelände in Dresden - Pappritz gleich kaufen zu können. Dann würde Dresden, ebenso wie Mücka, zum Zentrum für Nazikonzerte werden.

Doch wir werden die Naziträume von einer No-go-area in Dresden nicht zulassen! Da können sich Tausende Nazis in Dresden Pappritz noch so lange Mut ansaufen wollen, wir stehen dagegen!

Kein Fest für Nazis!

Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - Der NPD den Boden entziehen"

 

PM, 01. Juli 2006

 

Offener Brief der Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den Boden

entziehen!"


Wir wenden uns hiermit an die Öffentlichkeit mit zwei Anliegen. Erstens haben wir Informationen darüber, dass das "Deutsche-Stimme-Pressefest" mit über 6.000 Nazis am 5. August in Dresden-Pappritz stattfinden soll. Das zweite ist im Motto der Kampagne schon gesagt. Wir wollen nicht, dass die NPD in Pappritz oder sonstwo Grundstücke und Immobilien erwirbt.

Kein NPD-Zentrum in Dresden!

Die Kampagne "Keine Geschäfte mit Nazis - der NPD den Boden entziehen!" gründete sich, als bekannt wurde, dass die NPD Kaufinteressen in Dresden und Umgebung hat. Nun bekamen wir die Information, dass der Grundstückseigner Wolfgang Jürgens erneut seine Tennishalle an die NPD eventuell verkaufen, zumindest aber vermieten will.

Größtes europäisches Nazifest in Dresden-Pappritz

Am 5. August soll laut einer Bekanntmachung der NPD das "Deutsche Stimme"-Pressefest in Sachsen stattfinden. Nach uns vorliegenden Informationen soll es auf dem Grundstück von Jürgens in Dresden-Pappritz stattfinden.
Das Pressefest ist ein Event für die gesamte deutsche Naziszene, welches von der NPD organisiert wird, und das besonders auf ein jugendliches Spektrum zugeschnitten ist. Bereits 2004 verwandelte das DS-Pressefest das sächsische Mücka in eine No-Go-Area: mehr als 6.000 Nazis konnten das Straßenbild dominieren und ihre antisemitische und rassistische Hetze
verbreiten. Die Polizei war durch ihre zahlenmäßige Unterlegenheit bei den ständig verübten Straftaten nicht in der Lage, einzugreifen. Solch einem Nazimob darf weder hier noch woanders eine Plattform gegeben werden.

Sollte es zu dem Verkauf der Pappritzer Tennishalle kommen, wird es nicht nur bei der einmaligen Nutzung durch das NPD-Pressefest bleiben, sondern es werden noch häufiger als bisher Nazikonzerte, Versammlungen und Veranstaltungen der Nazi-Szene in Dresden stattfinden. Es kann davon ausgegangen werden, dass vermehrt Übergriffe auf Menschen erfolgen werden, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nazis passen. Darüber
hinaus könnte diese Immobilie auch im Falle einer nicht erfolgenden Wiederwahl in den sächsischen Landtag und den somit geringeren finanziellen Ressourcen der Partei weiterhin genutzt werden - einerseits als Veranstaltungsort, andererseits aber auch als Geldanlage.

Aus diesen Gründen gilt es, den Verkauf der Tennishalle zu verhindern und den Nazis ihr "Pressefest" zu verunmöglichen. Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefragt, den Nazis auf die Finger zu schauen. Es muss im Weiteren den Immobilien-Kaufbestrebungen der neonazistischen NPD aktiv entgegengetreten werden.
Wir fordern daher alle Bürger_innen, Organisationen, Vereine, politische Initiativen und Antifaschist_innen auf, vielfältig, kreativ und entschlossen aktiv zu werden, gerne auch in Zusammenarbeit mit uns.
Die unseriöse Praxis, Geschäfte mit Nazis zu machen bzw. deren Skandalfaktor zur Gewinnmaximierung zu nutzen, kann und darf nicht akzeptiert werden.

Keine Geschäfte mit Nazis!
Der NPD den Boden entziehen!
"Deutsche Stimme"- Pressefest am 5. 8. verhindern!

 

 
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