| NPD scharf auf Grundstück neben Milbradts Haus |
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| Friday, 19. October 2007 | |
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Dresden. Die sächsische NPD will in Dresden ein Veranstaltungszentrum für Mitteldeutschland einrichten. Das sagte NPD-Landessprecher Matthias Paul gestern den DNN. Die Partei habe diese Woche einen Mietvertrag für eine Tennishalle in dem Dresdner Stadtteil Pappritz unterzeichnet, wo im September der Bundeswahlkongress von NPD und DVU stattfinden solle, so Paul. Es sei geplant, die Halle samt dem zehn Hektar großen Waldstück sowie zugehörigem Blockhaus und Stallungen zu kaufen. "Das Objekt hat durch die nahe Sächsische Schweiz eine ideale Lage", sagte Paul. Besonders pikant: Das Gelände befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Eigenheim von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU). Laut Paul könnten dort Konzerte und Parteiveranstaltungen stattfinden, man denke auch an die Einrichtung einer Gaststätte. Der Sprecher der sächsischen NPD-Fraktion, Holger Szymanski, ergänzte: "Das ist ein weiterer Schritt, um Sachsen als bundesweites Zentrum der NPD zu etablieren." Noch-Eigentümer der Tennishalle ist der Unternehmer Wolfgang Jürgens, der mit dem Areal eigentlich etwas ganz anderes vorhatte: Ein Fünf-Sterne-Hotel mit Schwimmbad, Fitness-Studio, eigener Konditorei und Restaurant wollte er bauen, doch das Regierungspräsidium Dresden signalisierte ihm, dass sein Plan nicht genemigungsfähig sei. Der Stadt Dresden liege derzeit weder zu einem Verkauf der Tennishalle noch zu einer Anmietung für politische Veranstaltungen ein Antrag vor, sagte Andreas Wurff, Leiter des Stadtplanungsamtes, auf DNN-Anfrage. Jürgens könne die Halle nur als Sporthalle verkaufen. Ansonsten müsse er eine Nutzungsänderung beantragen. Auch die Vermietung zu politischen Zwecken sei nicht erlaubt. "Das ist eine Sporthalle und keine Veranstaltungsstätte", so Wurff. Jürgens und der NPD drohten bei Zuwiderhandlung empfindliche Geldbußen durch das Ordnungsamt der Stadt. Jürgens ist das schnuppe. Er ist sauer, weil die Stadtplaner den Bau seiner Hotelanlage vereitelt haben: "Ich verkau-fe jetzt an die NPD", betont er. Eine Nutzungsänderung brauche er nicht zu beantragen, da der Bundeswahlkongress von NPD und DVU eine Sportveranstaltung sei: "Die spielen zuerst Tischtennis und Badminton, für Kinder wird ein Spielkarussell aufgebaut. Danach wird noch ein wenig über Politik geredet." Jürgens muss wissen, wovon er spricht. Denn im April dieses Jahres hat er schon einmal eine Tennishalle an die NPD verkauft - im bayerischen Grafenwöhr. Um zu verhindern, dass die NPD dort ein nationales Ausbildungszentrum etabliert, hat die Stadt Grafenwöhr die Halle mittlerweile zurückgekauft: Für eine stattliche Summe von 545000 Euro. "Das ist prima gelaufen, da in Bayern", sagte Jürgens. Ellen Großhans / Ralf Redemund 5. August 2005, Dresnder Neuste Nachrichten (DNN)
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