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Seite 1 von 2 Kampagne »Ladenschluss jetzt! Tønsberg dichtmachen!«Ein Ziel: Kein Nazilifestyle! Nirgends! Mitten in der Dresdner Innenstadt, befindet sich der Bekleidungsladen Tønsberg auf der Wilsdruffer Straße. Hier in bester Lage ist fast ausschliesslich die rechte Marke Thor Steinar im Sortiment. Thor Steinar ist die derzeit beliebteste Bekleidungsmarke von Rechten und Neonazis. Beliebt in der Szene ist sie vor allem aufgrund ihres sportlichen und modischen Stils und ihrer Anlehnungen an völkische Symboliken. Bei keinem Neonazi-Aufmarsch fehlt mittlerweile die "Thor Steinar-Uniformierung". (Mehr auf der Kampagnen Website) DS Pressfest 2006 Stadt Dresden und die Polizei taten ihr Möglichstes: dennoch kein Erfolg für die NPD4.500 Nazis in Dresden-Pappritz, kurzfristig mobilisierte 500 Antifas auf Gegendemo
Die BürgerInnen aus der Gegend von Pappritz sind zurecht sauer: Weder hat die Stadt Dresden sie im Vorfeld über das Nazigross-Event informiert, noch irgendetwas dagegen unternommen, noch sich um das Sicherheitsbedürfnis der AnwohnerInnen und sonstigen Betroffenen gekümmert.
Ordnungsbehörden und Stadtoberhäupter hätten so viele Möglichkeiten gehabt: Bei vergangenen Pressefesten in Grimma und Meerane gab es Alkoholverbot und Vorkontrollen, scharfe Auflagen und öffentliche Bekenntnisse gegen die Nazis. Nichts von alledem wurde von der Dresdner Stadtspitze getan. Es kam wie es kommen musste: Die Nazis randalierten ungestört in Pappritz, rissen dort z.B. Anti-Nazi-Plakate herunter und schlägerten in der alternativen Dresdner Neustadt, ohne allerdings erfolgreich aus der selbst gesuchten Auseinandersetzung heraus zu gehen. Was auf dem Pressefestgelände selbst abging ist in ausführlichen Berichten beschrieben. (siehe z.B. telepolis) Die Polizei verwandte ihre Kräfte lieber darauf, die TeilnehmerInnen der antifaschistischen Demonstration akribisch auseinanderzunehmen. Jegliche Getränke waren auf der Demo verboten, erst als die Polizei das sichergestellt hatte, konnte es losgehen. - Im Gegenzug liefen VertreterInnen der Polizei mit Scheuklappen über das Nazifest: Lediglich die Verkaufsstände wurden auf strafrechtlich relevante Inhalte angeschaut. Stadt und Polizei haben - aus welchen Gründen auch immer - alles getan, um den Nazis ein erfolgreiches Pressefest zu ermö glichen. Letztlich machte vor allem das kalte und regnerische Wetter den Nazis einen Strich durch die Rechnung. Die antifaschistischen Proteste taten ihr Übriges dazu: Im Vorfeld war es gelungen, LogistiklieferantInnen der Nazis durch offene Briefe zu Rückziehern und Vertragsbrüchen zu bewegen. Die Demonstration am Tag selbst sorgte für eine Blockade der Nazi-Hauptanreiseroute, und zu noch mehr Verwirrung, das im Hochland gelegene Pappritz zu finden. Nicht zuletzt mussten Nazis auf Bierbänken im Veranstaltungszelt übernachten, wo zehn Zentimeter hoch das Wasser der Regengüsse stand, weil ihre Busse fahruntüchtig kaputt gegangen waren. Mehr Informationen:
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